die geschichte

1842 Satzung und Gründung des HKV am 18. Oktober (Lukasfest: nach der Lukas-Gilde der  Bildenden Künstler in Mittelalter und Renaissance)

Der HKV war Mitauftraggeber und -eigentümer des Künstlerhauses. Der Architekt Conrad Wilhelm Hase war Vorsitzender von HKV und der Architekt des Künstlerhauses.

1855 Einzug des HKV ins Künstlerhaus 

1945 Zerstörung des Künstlerhauses durch den 2. Weltkrieg 

1954 Wiederaufbau 

Aus dem HKV sind hervorgegangen: der „Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover“ und der „Verein für die Öffentliche Kunstsammlung“ (heute Teil der Sammlungen im Niedersächsischen Landesmuseum).

 

1961 Feierliche Einweihung des Clubraums mit Hilfe der Landeshauptstadt Hannover 

Ab den 1960er Jahren waren unter den Vorsitzenden: Reimar Dahlgrün, Gotthard Kronstein, G. Katzenberger und Claus-Ulrich Heinke.

Bis 1973 waren Frauen als Mitglieder nicht zugelassen, als Gäste aber gern gesehen. 

 

1978 bis 2000 organisierte der HKV die Konzertreihe „Matinee im (Theater  am) Aegi“, u. a. mit Morawietz. Damit wurde der Musikernachwuchs in und über Hannover hinaus gefördert.

Vom 1993 kam zum ersten Mal eine Frau (Heidi Plank) in den Vorstand.

Ab 1999 Einzug der Sparkasse Stiftung/ Stiftung Niedersachsen im Künstlerhaus

Ab 2002 bekam der Verein mit Heidi Plank erstmals eine weibliche Vorsitzende. Mit ihr wurde, der seit 1961 unveränderte Clubraum durch die Architekten Mitglieder Carola Woelk und Matthias Wilkens und nach den Vorschriften der Stadtverwaltung neu gestaltet.

Die Renovierung erfolgte im Geist der 50er Jahre. Es gelang mit viel Ehrenamtlichen Engagement aber auch mit dem Verkauf einigen Bestände der Kunstsammlung.  

Es fanden viele Veranstaltungen im HKV Raum und auch in Foyer-Ost (direkt vor der Haustür des HKV).

Unter dem Vorsitz von Frau Plank gelang zu organisieren: Lukasfest, Ausstellungen (jeder erste Sonntag im Monat um 11.30 Uhr), Ausfluge, Jour Fixe und einige große Projekte wie 2007 das Messiaen-Konzert in der Halle von Cavallo zum 165. Jubiläum. 

30.03.2008 erlitt Heidi Plank einen Aorta- Infarkt. Ohne Ihre Arbeit wäre der Verein nicht was er heute ist.

Der nächste Vorsitzende wurde kommissarisch nominiert (zuerst Prof. Katzenberger dann Constantin Barzantny). 

 

2012 das 170. Jubiläum wurde gefeiert mit:  Tango-Projekt, Straßenfest zur Ehren von Sophia von Hannover (8.06.2012) und Verleihung des HKV-Preises zu Förderung Junger KünstlerInnen. 

Aktuelle Mitglieder: Um die 200 Künstler (Bildende KünstlerInnen, Architekten, Musiker, Komponisten, AutorInnen usw.) und KunstfreundInnen.

Kooperationspartner von HKV: Kulturbüro der LHH - Orchester der Staatsoper - Pro Artibus - Gruppe Poesie- Deutscher Autoren Verband - Studio Artistico - Accademia di Ipazia- Festival der Philosophie - Mädchen Chor - Verschiedene Heimat-Museen der Region.

 

Aktuelle Projekte: Ausstellungen in HKV - Raum (seit 2008, 5-6 im Jahr, Teilnahme am Zinnober, Konzerte, Lukasfest,  Teilnahme am Festival der Philosophie, Werkstattbesuche, Diskussionen über die Situation der Künstler und ihrem Nachwuchs in Hannover, Salotto di Sofia, „Kunstgefährten“ für Partnerschaften unter Künstler verschiedener Generationen in Hannover und Region, Verwaltung von Nachlässe von Künstler aus Hannover und Region

 

Liste der Salotti di Sofia:

1.Salotto di Sofia: Philosophie trifft Schule, Mi, 16.02.11, 18:00

Künstlerhaus - Joseph-Joachim-Saal (2. Stock) - Bajan: Tatjana Bulava

Begrüßung: Prof. Dr. Günter Katzenberger,

(Stellv. Vors. des Hannoverschen Künstlervereins)

Einführung: Prof. Rolf Wernstedt

(Präsident der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft)

Referent: Prof. Dr. Ekkehard Martens  (Uni Hamburg):

„Philosophie an der Schule - wozu?“

Koreferent: Till Warmbold

(Fachberater für PL in der Niedersächsischen Landesschulbehörde)

Moderation: Assunta Verrone + Offene Diskussion

 

2. Salotto di Sofia: Mi 16.03.2011, 18:00: 

Beethovens Existenz und seine Kunst

Prof. Dr. Erika Schuchardt im Wechselspiel mit Constantin Barzantny (Klavier) als Interpret 

Begrüßung: Prof. Dr. Günter Katzenberger,

(Stellv. Vors. des Hannoverschen Künstlervereins)

 

3. Salotto di Sofia: Five Songs of Night: 02.11.2011, 18:00 Uhr, Künstlerhaus, Sophienstr. 2, Hannover: Five Songs of Night sind ein Liederzyklus für Sopran und Klavier in erweiterter Tonalität und strenger Formgebung. In charakteristischen Taktarten von 5/8 bis 9/8 zeichnen sie Bilder von fünf verschiedenen, halb mythischen, halb realen Frauengestalten. Die spätimpressionistischen Stücke mit eigenen Texten wurden im März 2010 in Bonn uraufgeführt und werden durch Michaela Rams und Claudia Rinaldi erstmals in Hannover gespielt. 

 

4. Salotto di Sofia: 01.02.2012, Künstlerhaus

Das Werk und sein Auftraggeber: Der Hannoversche Künstlerverein und das Künstlerhaus. Ein Streitgespräch zwischen Architektur und Kulturgeschichte: Hinrich Storch – Dr. Sid Auffarth

Moderation: Assunta Verrone

Von der Seite des Gestalters ist Geschichte wie Natur reine, stumme Materie. Aber von der Seite des Historikers ist das Werk eine kristallisierte Vernunft, an der Schnittstelle von Freiheit und Notwendigkeit. Das Werk, das steht, ist das allerschönste, funktionalste, ökonomischste von allen anderen Möglichen, Summe von Ideen, Interaktionen, Wünschen, die immer noch dort zu lesen sind.

Der Hannoversche Künstlerverein in der Sophien-Str. 2 ist einer der schönste Bauten der Stadt Hannover, ein Juwel von draußen zu beobachten und von innen zu erleben. Hase hatte es für Künstler und ihr verrücktes Leben entworfen, und Künstler haben sich dort immer wohl gefühlt mit den Räumen, die in einander führen, wie in einer Villa der Renaissance. Der Blick wird dort nie müde und entdeckt immer neue Nischen, Bogen, Kapitelle, Ecken und Ausblicke.

Die Kunstgeschichte soll dem Auftraggeber eines Werkes seinen richtigen Platz bewahren: er ist letztendlich immer noch das „Wozu“, das Gegenüber der Architekten gewesen. Was wäre sonst die Darstellung eines Bogenschützen ohne sein Ziel? Er könnte auch als Wahnsinniger erscheinen ...

Und jedes Gebäude kann seinen Hausherrn wechseln, und er kann glauben, ihm allein gehört es. Alle, die blicken können, sind Herren (auch die Frauen) des Schönen und sind dafür berufen, es zu schützen, trotz tausenden Versicherungs- und Sicherheits-Normen. Die Schönheit bildet die älteste Kommunion und kommunistische Auffassung der Welt und schafft Raum und Potential für Revolutionen des Schauens, des Denkens, des Lebens.

 

5. Salotto di Sofia: 04.10.12, 18:00 Romantik: Gegenteil der Aufklärung? Prof. Dr. Bernhard H. F. Taureck (Baden-Baden: Forum für konsequente Zeitanalyse)

Gern wird die europäische Romantik als Gegenteil der Aufklärung wahrgenommen. Der Vortrag sieht es etwas anders: Romantik ist Fortsetzung der Aufklärung. Wenn Aufklärung lediglich Suche nach Wahrheit war, so geschah es in der Romantik zum ersten Mal, dass Wahrheitsbesitz außerhalb religiös-konfessioneller Bindung beansprucht wurde. Dieser Wahrbesitz war jedoch eine Folge des Emanzipationswillens der Aufklärung. Der Vortrag versucht diesen Zusammenhang zu verdeutlichen und Konsequenzen aus dem romantischen Anspruch auf Wahrheitsbesitz zu skizzieren, die bis in die Gegenwart reichen.

Konsumik: Gegenteil der Aufklärung! Prof. Dr. Dirk Althaus (Hannover)

Das bequeme Leben führt zum Qualitäts-Verlust ... Körper und Geist verdummen im Luxus und in den Moden. Dirk Althaus, Architekt und Architektur-Professor, beschäftigt sich seit jeher mit dem Thema Nachhaltigkeit in Theorie und Praxis. Er hat mehr als 20 Bücher darüber geschrieben und ist kein bisschen müde oder Pessimist geworden. Nachhaltigkeit ist ein Natur-Gesetz, es wird sich alles von selber regeln, der Mensch wird von selber zur Vernunft kommen oder kommen müssen. 

Künstlerhaus, ehemaliger Maestro-Saal

 

6. Salotto di Sofia: 20.01.2013, 17:00, Künstlerhaus

Die Philosophie Epikurs – Eine erstaunlich moderne Ethik,

Prof. Dr. Dietrich Lemke (Bielefeld) 

 

Das 7. Salotto di Sofia zuerst am 8.09.13 geplant mit den 4 OB Kandidaten, nach der Wahl verschoben auf dem 20.10.2015, 17:00: Die Situation der Künstler in Hannover &  „ein Haus für die Künstler“

Begrüßung: Constantin Barzantny (Vorsitzender des HKV)

Kurze Beiträge: Nigel Packham (Maler England/Hannover) 

Stephan Meier (Ensemble für Neue Musik, Hannover), Barbara Macherius (Autorin, Hannover)

Moderation: Günter Katzenberger /Assunta Verrone + Diskussion

 

8. Salotto di Sofia: Mi, 22. 01.14, 18:00 im Studio Artistico

Wilhelm-Busch-Str. 20

Prof. Dr. Lutz Hieber, Künstlerische Praktiken in der Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft und Künstler gehören zusammen, können nicht getrennt existieren. Aber oft verstehen sie sich nicht mehr, und deshalb suchten US-amerikanische Künstlerinnen und Künstler neue Wege. Versuch einer soziologischen Analyse.

 

9. Salotto di Sofia: Mi, 29.01.14, 18:00, Studio Artistico

Wilhem-Busch- Str. 20, Hannover

Kunstgefährten: Chris Bezzel liest seine Gedichte. Moderation: Gisela Dischner, Gitarre: Christian Schneider

 

10. Salotto di Sofia: im Festival der Philosophie: 

Fr. 14.03.14, 10.30 Literaturetage/Maestro Saal, Künstlerhaus 

Presse & Gerechtigkeit: Michael Stoeber, Dott.ssa Carmelita Brunetti, Lars Kompa, Dr. Daniel Schacht

 

11. Salotto di Sofia: So 8.06.14,17:00 Zum 300. Todestag der Kurfürstin Sophie von Hannover: Lesung mit Musik: Tengezar Marini und Hartmut Brandt + Blue Moon.

 

12. Salotto di Sofia: Sa. 18.04.15, 16:00 Künstlerhaus, Die Monstrosität des Kitsches

Peter Struck: Die Monstrosität des Kitsches (Teil 3 einer neuen Ästhetik), Wehrhahn Verlag, Hannover 2014

 

13. Salotto di Sofia: Mi, 16.11.2016, 18:00 „Das geht nun wirklich zu weit!“ Kunst und Kirche in der Stadt – Feinde oder Freunde?

 – Erfahrungen und Reflexionen: Kurzvortrag, Gespräch und Musik –

 Claus-Ulrich Heinke

Künstlerhaus – Literaturetage

In fast allen Großstädten gibt es inzwischen Kulturkirchen, Kunstkirchen, Citykirchen, Chorkirchen, Literaturkirchen, Gospelkirchen etc. Kunst, Kultur und Kirche entdecken sich in neuer Weise auf Augenhöhe. Daraus ergeben sich spannende Erfahrungen sowohl für die Kunst als auch für die Kirche. 

Claus-Ulrich Heinke, jahrelang Leiter der Kulturkirche „Citykirche St. Jakobi“ in Hildesheim, erzählt von seinen Erfahrungen und lädt zur Reflexion über Chancen und Grenzen dieser neuen Form von „Kirche in der Stadt“ ein.

Citypastor i.R., Theologe, Dirigent, Journalist, HKV-Vorsitzender 1999-2002

Foto: Larom